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Kastration

Von einer Kastration spricht man, wenn man die Keimdrüsen (Hoden oder Eierstock) entfernt. Im Gegenteil dazu wird bei einer Sterilisation nur die Fortpflanzungsfähigkeit unterbunden, zum Beispiel mittels Durchtrennung von Samenleiter oder Eileiter.

Bei Hunden und Katzen wird üblicherweise eine Kastration vorgenommen. Bei der Kastration handelt es sich streng genommen um eine Amputation, die medizinisch begründet sein muss. Das Tierschutzgesetz erlaubt eine Ausnahme, nämlich die Kastration zur Verhinderung unkontrollierter Fortpflanzung. Bei Katzen mit Freigang ist es daher obligatorisch diese zu kastrieren. 

Der richtige Zeitpunkt für die Kastration

Bei Katzen empfehlen wird eine Kastration vor dem 5. Lebensmonat, sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Tieren. In jedem Fall sollte eine Katze vor ihrem ersten Freigang kastriert werden.

Bei Rüden sollte man, soweit keine medizinischen Einwände bestehen, abwarten bis das Skelettwachstum abgeschlossen ist (abhängig von Rasse etwa um den 12. Lebensmonat).

Wir empfehlen Hündinnen nach der ersten Läufigkeit zu kastrieren. Die Kastration vor der ersten Läufigkeit geht mit einem stark reduzierten Gesäugetumorrisiko einher, jedoch auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Gelenkserkrankungen. Hündinnen, die vor der Pubertät kastriert werden bleiben in ihrem Verhalten sehr welpenhaft.

Je nach Rasse beziehungsweise Größe sollte für jeden Hund ein individueller Kastrationszeitpunkt festgelegt werden. Wir beraten sie in allen Fragen rund um die Kastration ihres Tieres.

Alternativen

Alternativ kann die Fortpflanzungsfähigkeit mit Medikamenten unterdrückt werden. 

Für Katzen erhältliche Präparate gehen mit einem hohen Risiko für Gebärmutterveränderungen einher. Zudem sind einige dieser Medikamente in der Lage Erkrankungen wie Diabetes mellitus auszulösen. Wir raten daher eher von der Verwendung dieser Präparate ab.

Für Rüden ist ein Kastrationschip erhältlich, der unter die Haut implantiert wird. Der Chip wirkt wie eine echte Kastration. Er kann daher als Kastration auf Probe angesehen werden. Je nach Wirkstoffkonzentration des Chips hält seine Wirkung sechs oder zwölf Monaten, danach verliert er von allein seine Wirkung und muss erneuert werden.

Bei Hündinnen kann die Läufigkeit mit einem entsprechenden Präparat unterdrückt werden. Dieses Präparat erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit für bösartige Gesäugetumore. Wir raten, wenn möglich von dieser Behandlung ab.

 

Ausführliche Informationen

Kastration von Hunden

Kastration von Katzen